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Bild: Klaus Nixdorf

Spiegel, Blech und Miniaturen: Drei neue Ausstellungen im Haus Kemnade

Ab 5. September zeigt das Kulturhistorische Museum Haus Kemnade Spiegelkunst von Klaus Nixdorf sowie neue Präsentationen zu Blechblasinstrumenten und Porträtminiaturen

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Im Kulturhistorischen Museum Haus Kemnade, An der Kemnade 10 in Hattingen, eröffnet am Sonntag, 5. September, um 16 Uhr eine neue Ausstellung des Bochumer Künstlers Klaus Nixdorf mit dem Titel „Spieglein, Spieglein…“. Seit 2012 arbeitet Nixdorf mit Spiegeln und Spiegelfolien als Gestaltungsmittel für Wandobjekte und Installationen.


Bei seinen Arbeiten wird der Umgebungsraum selbst zum Gestaltungsmittel, da die Reflexionen Teil des Bildes sind. Verschieden große Spiegelelemente geben die Umgebung wieder, wodurch in der Betrachtung fragmentierte Raumbilder entstehen. Diese verändern sich je nach Standort des Betrachters. Die Ausstellung thematisiert die Reflexion des Gegenübers durch Spiegel: Vier Installationen, die in Spiegelkästen aufgestellt sind, zeigen ein fragmentiertes Bild ihres Motivs. Wandobjekte mit Spiegeln und Spiegelfolien lassen gezeichnete Motive erkennen, die sich je nach Betrachterstandpunkt verändern. Auf dem Boden ausgelegte Farbstreifen werden durch aufgestellte Spiegelelemente in ihrem Rhythmus verändert.


Die Ausstellung „Spieglein, Spieglein…“ ist bis zum 22. November zu sehen, der Eintritt ist frei.


Ab dem 5. September sind zudem zwei weitere neue Ausstellungen im Museum zu entdecken. Die Instrumentenausstellung erhält einen neuen Schwerpunkt: Aus der Sammlung Günter Hett ist die „blecherne Vielfalt“ von Blasinstrumenten zu sehen. Rund 80 Blechblasinstrumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert zeigen das breite Spektrum und die technische Entwicklung dieser Instrumentengattung – darunter Trompeten, Posaunen, Hörner und Tuben sowie einige Kuriositäten des Instrumentenbaus.


Der Sammler ist nicht nur begeisterter Amateur-Musiker, sondern auch ein begehrter Blechblasinstrumentenbauer. Er hat sowohl historisch belegte Instrumente wie eine Geigentrompete als auch Klappentrompeten, die Vorgänger der heute gebräuchlichen Ventiltrompete, nachgebaut.


Neues aus der Welt der Porträtminiaturen zeigt die Präsentation der Sammlung Inge C. Rudowski. Unter dem Motto „Ölgemälde in mini“ sind prächtige Porträts aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu sehen, darunter eines von Margarete Fugger. Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation trägt den Titel „Haarige Rückseiten“ und zeigt kunstvoll geflochtene Haare oder Haarlocken der auf der Bildseite dargestellten Personen. Das dritte Motto „Porträtiert im Grünen“ zeigt Damen und Herren vor landschaftlichem Hintergrund.


Besonderes Highlight der Präsentation ist ein zartes Aquarell von Jean-Baptiste Isabey, das die elegante Catherine Demm, Countess of Beauchamp, um 1818 zeigt. Isabey gilt als der beste französische Miniaturmaler.


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Autor

Nils Bettinger

Nils Bettinger

Gründer und Redaktionsleiter.
Hält den Kopf für alles hin.

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